Sonnenstrahlen fangen
Montag, 15.Oktober.2007
Was ist der Sinn des Lebens ? Wieder ? Was ist der Sinn der Frage wenn man weiss, dass genau jene kein Lebender beantworten kann, und wenn, dann subjektiv oder oberflächlich so dass er niemanden wirklich beeindruckt ?
Es gibt wenige Lieder die ich nicht wegen ihrer raren instrumental-technischen Einzigartigkeit mag. Die ich, durch und durch, in mich eindringen lass, die meinen Kopf als Resonanzkasten ausnützen, denen ich wehrlos entsprech und in denen ich mich gänzlich wiederfinde.
Soll man, um wirklich lebendig zu sein, leben als wäre jeder Tag der Letzte ? Sollte man sich in bürokratischen Hierarchien wie ein Affe von Ast zu Ast, Liane zu Liane schwingen und schwingen lassen um möglichst hoch in die Baumkrone zu kommen? Wenn, obwohl man hoch oben angekommen ist, tief fällt, wird man weiser oder versucht man es erneut, zu den hohen Früchten zu gelangen ?
Brutalität ? Nein. Weichheit ? Nein. Beides ? Vielleicht. Unterbrochene hörbare Perfektion ? Melancholisch und sündhaft christlich ? Kompliziert aber doch einfach. Leicht verführende Gedanken ? Wieder zurück ins, für Sterbliche vernehmbare, Absolute ?
Was geschieht wenn der Mensch liebt ? Was wenn nicht ? Was heisst ein gebrochenes Herz und eine monatlich neuerwählte einzigartige Liebe ? Warum beweg ich mich und steh nicht auf der Stelle wie eine Pflanze die still, all- und nichtswissend gedeiht ? Warum scheinen Trugbilder reeller als die Realität ?
Es ist das Lied. Nur das. Es füllt; leise. Und es klingt; überall. Alles ist nichts ohne es, und nichts kann gehen oder ruhen. Es klingt am Boden, aus dem schmutzigsten Sand, es lässt nicht los bis es nicht hoch und ruhig wird, um wieder von vorne zu beginnen…
Wie entstand die Welt ? Wurde Eva nach Adam geschaffen oder war es eine Verdrehung der ’historischen’ Tatsachen ? Ein Hirte der aus einem Affe entsteht um ermordet zu werden ? Ein Stern der durch einen Ring fällt ? Denn’s Gras ist für uns und der Schatten für euch.
Dumm sind die, die auf Kultur reinfallen. Dümmer sind die welche nicht dazu kommen – Warum ist ein Lied Kunst ? Damit es sich nicht im restlichen Abschaum verliert; warum sind die Meisten keine ? Weil es ’niemand’ bemerkt.
Was ist Glauben ? Ganz einfach, die Geduld der Toleranz.
Die nächste Dimension, das fünfte Element, eine Vibration der Luft die unsere Felle ent- und spannt, ein Kristall, der klar und undurchdringlich in uns schimmert, im Karussell des Atems.
Wie lang lebt ein Mensch denn nun ? 30 Prozent: genauso lang er schläft ? Unwarscheinlich. Flitterwochen ohne Hochzeit und Bücher ohne Seiten. 71 % der Erde sind mit Wasser bedeckt. Wann das 80% sein werden wird er wohl anfangen nachzudenken was er auf dem Rest falsch gemacht hat ?
Eine kaputte Perle im Präsenz.